Mein Jakobsweg, Logrono 2

Logrono

Graffiti in Logrono

Graffiti in Logrono

Hola! und Sat Nam,

nach gerade einer Woche auf dem Camino ist eines jetzt schon deutlich: es ist tatsächlich ein unbeschreiblicher Weg. So viele Möglichkeiten etwas im Außen wie im Inneren zu erfahren. Und so wie der Camino immer ein beständiges auf- und abwärtsgehen ist, so verändert sich auch das eigene Empfinden.

Ob mehrere Stunden alleine mit mir selbst oder aber in Begleitung laufend, es ist erstaunlich was ich alles im wahrsten Sinne des Wortes d u r c h l a u f e!

Colin aus London bringt es fertig, anhand von einem „Fragespiel“ aus der Komfortzone zu bringen. Die Begegnungen in den Pilgerherbergen
und die gemeinsamen Gesprächsabende sind von enormer Tiefe. Wildfremde Menschen öffnen sich und ich erkenne mich in so Vielem wieder, dass das Einssein besonders bewusst wird.

Es heißt, der erste Teil des Camino ist physisches Wachstum, der zweite gilt als mentales Wachstum und der dritte ermöglicht das spirituelle Wachstum. Die physischen Herausforderungen sind extrem und dennoch erkenne ich, dass mein Körper irgendwie immer zurecht kommt, wenn ich auf ihn höre und gut für ihn sorge. So mancher Muskel schmerzt aber glücklicherweise habe ich noch keine Blasen :)

Jedes Mal, wenn ich meinen Rucksack aufsetze muss ich mir sagen: mein Rucksack ist mein Freund ( Mantra von Colin). Es findet sich immer jemand, der motivierende Mantras von ganz anderer Qualität ausgibt.

Und die Unterstützung der Caminofamilie ist so einzigartig: ich bekam sogar schon eine wunderbare Fussmassage. Meine Caminofamilie (die Menschen, denen ich immer wieder begegne und die so Manches mit mir geteilt haben) besteht aus Anar, einer in Mexiko lebenden Canadierin, Colin aus London, Michelangelo aus Lüdenscheid sowie Maleika mit ihrer Mutter Sonia aus Australien.

Ich habe also jetzt schon auch mentales Wachstum, da ich nur Englisch spreche :)


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2 thoughts on “Mein Jakobsweg, Logrono

  • Tonja Eisinger

    In Gedanken warst du am letzten Ausbildungswochenende bei uns! Wir haben viel an dich gedacht! Ich wüsche dir weiterhin viele tolle Eindrücke, Erlebnisse, Gespräche… auf jeder Ebene! Ganz viele liebe Grüße aus Bretten, auch im Namen der ganzen Gruppe, Tonja!